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Umzug der Bienen

Heute war ein aufregender Tag, denn wir haben unsere Bienen auf das neue Grundstück umgesiedelt. In den letzten zwei Monaten wurde hier viel vorbereitet: Es wurde gerodet, Platz geschaffen und die neuen Bienenstände wurden aufgebaut. Heute war es nun so weit, und bei kühlen 7°C fand der Umzug statt.

Diese Temperaturen bereiteten mir etwas Sorge, da durch das Umtragen der Zusammenhalt im Bienenstock gestört werden könnte. Das wäre nicht ideal, denn gerade bei kälterem Wetter sollten die Bienen eng beieinanderbleiben. Doch auf der anderen Seite zeigt der Wetterbericht, dass es bald sonniger und wärmer wird. Dann könnten sich die ersten Bienen einfliegen. „Einfliegen“ bedeutet, dass die Bienen zum ersten Mal ihre Behausungen verlassen, sich orientieren und dann auf Futtersuche gehen. Wären sie bereits eingeflogen, dann würden sie sich an den alten Standort erinnern und dorthin zurückfliegen. Sprich, sie würden nicht mehr zur neuen Behausung finden. Ein bisschen so, wie wenn wir das Haus verlassen und unseren Schlüssel vergessen. Deshalb haben wir entschieden, den Umzug heute schon durchzuführen.

Der Transport der Beuten verlief problemlos. Die Flugöffnungen wurden mit Schaumstoff verschlossen und die Beuten mit Spanngurten gesichert, sodass sie sicher getragen werden konnten. Eine nach der anderen wurde an den neuen Platz gebracht. Dieser Moment war zwiegespalten: Auf der einen Seite war da die Freude auf das geschützte neue Plätzchen, auf der anderen Seite etwas Wehmut, da die Bienen nun seit zwei Jahren unter dem alten Kirschbaum standen.

Nachdem alle Beuten an ihrem neuen Platz standen, habe ich kurz hineingeschaut, um zu überprüfen, ob die Waben beim Transport verrutscht sind. Dies wäre problematisch, da der richtige Abstand zwischen den Waben eingehalten werden muss. Glücklicherweise war alles in Ordnung. Dabei fiel mir auf, dass die Völker sehr unterschiedlich wirkten. In drei Beuten waren die Bienen auf wenige Waben beschränkt, was darauf hindeuten könnte, dass sich dort die Brut befindet. In einem Volk hingegen waren die Bienen fast auf allen Waben verteilt. Zum jetzigen Zeitpunkt ist dies jedoch nur eine Beobachtung, die ich noch nicht genau deuten kann.

Nochmals kurz zum Standort. Hier überwiegen die Vorteile deutlich. Der neue Standort ist geschützter und weniger einsehbar, was das Risiko von Vandalismus oder Diebstahl, wie es bereits bei Vereinskollegen vorgekommen ist, deutlich verringert. Zudem gibt es dort nun eine kleine Hütte, in der wir unsere Imkerjacken und Werkzeuge lagern können. Das bedeutet, dass wir nicht jedes Mal alles hin und her transportieren müssen.

Jetzt bleibt nur noch abzuwarten, wie sich die Bienen an ihrem neuen Standort einleben. Ich bin mir aber sicher, dass wir uns alle schnell an den neuen Platz gewöhnen werden. Auf eine erfolgreiche neue Saison!

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