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1. Kontrolle der Bienen

Nun war es endlich soweit. Nach etlichen kalten Tagen wurde die Bienenbehausung zum Ersten mal geöffnet. Der Start in das Frühjahr war nämlich sehr kalt und es musste unbedingt nach vorhandenem Futter überprüft werden.

Der Smoker wurde also zum ersten Mal angezündet, was einfacher klingt als es war. Denn es eine Quelle erzählte so schön, nehmt einfach kleine Stückchen und Tannenzapfen, die herumliegen. Das ist so und so am besten. Naja, das hat denn mal gar nicht geklappt und wollte sich einfach nicht entzünden. Ein Stück von der Dämmung, was der Imkerverkauf mitgab, funktionierte dann aber wunderbar. Also, der Raucher raucht, die Bienenschutzjacke ist an und es kann losgehen.

Der Aussendeckel wurde abgenommen und mit dem Stockmeisel der Innendeckel etwas angelupft. Wunderbar, es öffnet sich und die Bienen schienen auch schon im Honigraum aktiv zu sein. In der Tat wurden hier auch schon Waben auf den flachen Mittelwänden aufgebaut und etwas Nektar eingelagert. Toll.

Der Honigraum wurde dann zur Seite gestellt und der Brutraum angeschaut. Mensch, war da viel los und alles sehr aktiv, trotz der kalten Tage. Zunächst ist zu erwähnen, dass im Brutraum die Rähmchen größer sind, als im Honigraum. In diesem Raum gibt es zudem einen besonderen Rahmen, den Drohnenrahmen. Die Waben für die Drohnen (männliche Bienen) sind nämlich etwas größer im Durchmesser als für die Arbeiterinnen. Zudem hat ein Drohnenrahmen keine Mittelwände, wenn er eingesetzt wird. Der Drohnenrahmen war aber auch schon mit Waben ausgebaut. Alles also sehr aktiv. Und auch in den weiteren Rähmchen konnte Iman wunderschön die stärke des Volkes bewundern: es waren wunderschön alle Stadien der Brut zu erkennen. Und dann die Überraschung, es waren auch schon „Spielnäpfchen“ zu sehen. Das sind die Waben, in denen bei Schwarmstimmung die Eier für die neuen Königinnen gelegt werden. Diese Zellen werden gerne einfach mal so zum „Spielen“ angelegt. Wird aus dem Spielen aber ernst, dann legt die Königin ein Ei in diese rundlichen Zellen und die Zelle wird zur Schwarmzelle umgebaut. Beim weiteren durchschauen waren dann in der Tat schon Schwarmzellen in diesem Volk zu finden. Das Volk ist also in Schwarmstimmung, was prinzipiell ein gutes Zeichen ist: dem Volk geht es gut und es will sich vermehren. ABER, für den Imker ist das nicht sehr schön, denn es würde bedeuten, dass ein Teil des Volkes (40-60%) einfach weg fliegt. Dann fehlen die fleißigen Arbeiterinnen und tragen keinen Honig mehr ein. Zudem hat das wegfliegende Volk keine Überlebenschancen, da der Honigbiene zu viele Gefahren in der Natur drohen. Hauptsächlich durch die Varoamilbe, dazu aber in späteren eintragen bestimmt mehr. Um das Schwärmen zu verhindern, werden die Schwarmzellen ausgebrochen. Insgesamt konnten 10 Schwarmzellen gefunden werden, was wirklich zu diesem Zeitpunkt erheblich schien.

Nach Rücksprache mit dem Imker, von welchem das Volk erworben wurde, wurde der Eindruck eines starken Volkes bestätigt. Eine weitere Möglichkeit um den Schwarmtrieb zu unterbinden, ist mehr Raum in der Behausung zu schaffen. Um das zu erreichen, wurde ein weiterer Honigraum aufgesetzt. In diesem Sinne, weiter so, ihr fleißigen Bienchen.

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